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FOTO-Freigaben - Hallo, die Fotofreigaben sollen nicht öffentlich sein. Daher dürfen Sie nicht in den Quellen liegen. Bitte dazu RedAA 02.1 lesen!!!! Ich habe alle Eure Bildnachweise aus den Quellen geholt.... Katja Winkelmann
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Knowledge-Seiten

enthalten eine strukturierte Sammlung von Informationen zu einem bestimmten, eingegrenzten Thema.

Unter Knackpunkte, Einflussfaktoren und Daten finden Sie nur eine Aufzählung (Listings) der hier als wesentlich eingeordneten Themen. Da diese Datenbank kein Grundlagenstudium ersetzen soll, werden diese Themen nicht allumfassend dargelegt. Sie finden Hintergrundinformationen und weiterführende Hilfen unter den Abschnitten: Kennzahlen, verwandte Themen,  Fallbeispiele, weiterführende Links und Grundlagen.

Arbeitshilfen wie technische Daten und Tools, die für die Berechnung von Kundenbeispielen genutzt werden können, sowie Hinweise auf Anbieter, bei denen weitere Informationen erfragt werden können, sind ebenso zu finden, wie nicht technischnische Informationen zu rechtliche, normative oder finanzielle Themen.

DEnBAG über nimmt keine Garantie für die Informationen und Tools von Dritten; insbesondere nicht für die Korrektheit der Ergebnisse, die mit diesen Tools berechnet werden.

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Knowledge-Thema

Ein erfolgreiches Energiecontrolling umfasst die systematische Erfassung und Dokumentation der Energieverbräuche und -kosten im Unternehmen und bildet die Grundlage zur Analyse der energetischen Situation eines Unternehmens.
Es ist essenziell im Rahmen eines Energiemanagementsystems (DIN ISO 50001) sowie für den Erhalt des Spitzenausgleichs bei der Energie- und Stromsteuer. Die DIN EN ISO 50001 Energiemanagementsysteme fordert von den Unternehmen eine fortlaufende Messung, Überwachung und Bewertung des Energieverbrauchs. Bewertet wird anhand von Energieleistungskennzahlen (EnPI) mit einer vom Unternehmen selbst zu entwickelnden Methodik. 
Es gibt keine offizielle und einheitliche Methodik für die Erfassung von Energiekennzahlen. Leitfäden bieten:

  • DIN ISO 50001
  • DIN ISO 50006/500016
  • DIN EN 16231 Benchmarking
  • VDI 4661 Energiekennwerte


Operatives Controlling:

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  • Das operative Controlling bezieht sich auf detaillierte und quantifizierbare Anforderungen an die energiebezogene Leistung, die Gültigkeit für das Unternehmen oder Teile davon.
  • Dabei werden Gegenwart und Vergangenheit betrachtet.
  • Die operativen Kennzahlen werden aus den strategischen Kennzahlen abgeleitet.
  • Sie beziehen sich vorwiegend auf:
    • Einrichtung
    • Anlagen
    • Abteilungen (z.B. kostenstellenbezogene Reduktion des Energieverbrauchs)
    • Schulung und Qualifikation (z.B. Weiterbildung der Instandhalter im Bereich der energieeffizienten elektrischen Antriebe)
    • Mitarbeitersensibilisierung (z.B. Schulung des Energiebewusstseins der Mitarbeiter)
    • Energiedatenerfassung (z.B. Aufbau eines Systems zur Energiedatenerfassung)

 

Strategisches Controlling:

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  • Strategische Ziele und Kennzahlen beziehen sich auf Gegenwart und Zukunft
  • Dabei werden weniger Anlagen und einzelne Produkte betrachtet; dafür allgemeine prozentuale Veränderungen oder Gesamtverbräuche (z.B. 5% Einsparung an elektrischer Energie oder 10% Einsparung an Wärme innerhalb von 5 Jahren)
  • Bezugsgrößen sind häufig das gesamte Unternehmen oder eine komplette Produktionsstraße. Selten auch einzelne Anlagen

 

Die Energieagentur Nordrhein‐Westfalen veröffentlicht seit mehreren Jahren Energiekennzahlen für verschiedene Branchen und Anlagen. Für folgende Branchen liegen Kennzahlen vor:

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  • Betonwerke

  • Brauereien

  • Ernährungsindustrie

  • Fleischverarbeitende Industrie

  • Galvanik

  • Getränkeindustrie

  • Großbäckereien

  • Holzbe‐ und ‐verarbeitende Industrie

  • Kunststoffverarbeitende Industrie

  • Maschinen‐ und Stahlbauindustrie

  • Metall‐ und Eisenwarenindustrie

  • Metallschmelzbetriebe

  • Molkereien

  • Papierindustrie

  • Sägeindustrie

  • Stein‐ und keramische Industrie

  • Textilindustrie


Inhalt dieser Seite:


 

Redaktion:

Kategorie6.4.3 (Haken)
Redakteur
Experte Industrie/DL
Experte Hochschule


Experte Gremien
Experte Beratung
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Experte vorhanden

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Basis - Knowhow - Listings

 

Ziel


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Strategische Ziele

Das strategische Controlling bezieht sich vorwiegend auf Gesamteinsparungen und Effizienzmaßnahmen. Dabei werden allgemeine zukunftsbezogene Ziele festgelegt, gemessen und bewertet, wie z.B. 5% Einsparung an elektrischer Energie oder 10% Einsparung an Wärme innerhalb von 5 Jahren.

Operative Ziele

Das operative Controlling bezieht sich auf detaillierte und quantifizierbare Anforderungen an die energiebezogene Leistung, die Gültigkeit für das Unternehmen oder Teile davon. Dabei werden vorwiegend Gegenwart und Vergangenheit betrachtet. Das operative Controlling dient dem strategischen Controlling. Einzelne Maßnahmen können mit dessen Hilfe bewertet und somit zur Gesamtzielerreichung beigetragen werden.


Für beide gilt:

  • Die größten Energieverbraucher identifizieren, Wirtschaftlichkeit von Energieeffizienzmaßnahmen beurteilen und begrenzen 
  • Beurteilung der eigenen Energieeffizienz ermöglicht einen Vergleich mit Unternehmen gleicher Branchen oder mit ähnlichen Prozessen (Benchmarking)
  • Optimierung von Energieverbräuchen, Energiekosten und Anlagendimensionierung
  • Überwachen und Bewerten von Systemen und deren Aufwänden, Nutzen und Wechselwirkungen zwischen Gesamt- und Teilsystemen
  • Erfolgsmessung von durchgeführten Maßnahmen


Einsatzbereich


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Je nach Branche hat Energiemanagement in Organisationen unterschiedliche Ausprägungen, die sich auf die Definition der Prozesse, Zielvorgaben und Ergebnisgrößen auswirken:

  • betriebliches Energiemanagement zur Analyse und Organisation der gesamten Energiewirtschaft eines Unternehmens

  • Energiemanagement im Bereich Energieerzeugung zur Analyse und Optimierung der Energiebereitstellung unter wirtschaftlichen sowie ökologischen Aspekten

  • Energiemanagement im Bereich Energieverteilung zur optimalen Bereitstellung der benötigten Energie unter Berücksichtigung der Netzressourcen bei steigendem Anteil erneuerbarer Energien

  • Energiemanagement in der Energieanwendung für übergreifende Methoden (Querschnittstechnologien) zur Reduzierung des spezifischen Energieverbrauchs

  • kommunales Energiemanagement in Verbindung mit Gebäudemanagement

  • Energiemanagement als Teil des Gebäudemanagements (Facility Management)

 

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Anwender und deren Ziele:

 



 

 


Voraussetzungen


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    • Grundvoraussetzung für die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen ist die detaillierte Kenntnis des eigenen Energieverbrauchs im Unternehmen
    • systematische Erfassung und Dokumentation der Energieverbräuche und -kosten im Unternehmen

 


Was ist zu beachten?


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  •  Dos (strategisches Controlling)

    Strategisches Controlling:

    • verschiedene Einflussgrößen werden nicht direkt betrachtet
    • Berücksichtigung des gesamten Unternehmens
    • Berücksichtigung indirekter Energieverbräuche (z.B. Unternehmen bezieht Druckluft von einem anderen Unternehmen)
    • Auswirkungen auf die gesamte Endenergie berücksichtigen, z.B. verringert eine Verminderung der Emissionsverluste über die Gebäudehülle den Bedarf an Heizenergie, zugleich vergrößert sich jedoch die Kühllast im Sommer
    • variable Größen werden nicht Berücksichtigt.
    • Oft bezogen auf..

      • Quartale
      • Jahre
      • Jahreszeit (Sonnenscheindauer, Helligkeit)
      • volkswirtschaftliche Faktoren (BIP, Industriestruktur, Energieintensität)

     Dos (operatives Controlling)

    Operatives Controlling:

    • Kennzahlen sind keine festen Größen, sondern von verschiedenen Einflussgrößen abhängig:
      • Außentemperatur (z.B. bei Kältemaschinen)
      • Bedienung
      • Wechselwirkung, Vernetzung und Einfluss von anderen Systemen, wenn das System in ein Netzwerk eingebunden ist.
    • Berücksichtigung von einzelnen Systemen und der Systemgruppe bei der Beurteilung
    • Tatsächlicher Nutzen muss berücksichtigt werden (z.B. eine ungenutzte Lagerfläche kann aufgrund des niedrigen Energieverbrauchs sehr energieeffizient wirken, eine Kältemaschine, die auf -100°C abkühlt, verbraucht mehr als eine Kältemaschine, die auf -10°C abkühlt)
      • Falls mehrere Nutzen vorhanden, wenn möglich aufteilen. Wenn eine realistische Aufteilung nicht möglich ist nur den Hauptnutzen betrachten.
    • Berücksichtigung des menschlichen Einflusses auf die Systeme (Bedienung, Dimensionierung, Verwendung etc.)
    • Auswirkungen auf die gesamte Endenergie berücksichtigen, z.B. verringert eine Verminderung der Emissionsverluste über die Gebäudehülle den Bedarf an Heizenergie, zugleich vergrößert sich jedoch die Kühllast im Sommer
    • Berücksichtigung variabler Größen
    • weitere Einflussfaktoren auf den Stromverbrauch sind z.B.:

      • Tageszeit

      • Wochentag (Werktage, Wochenende)

      • Jahreszeit (Sonnenscheindauer, Helligkeit)

      • Sondertage (Feiertage, Ferien)

      • klimatisch bedingte Einflüsse (Temperatur, Globalstrahlung, Bewölkung)

      • volkswirtschaftliche Faktoren (BIP, Industriestruktur, Energieintensität)

      • individuelle Faktoren (Geräteausstattung der Haushalte, Nutzergewohnheiten)

  •  Dont's
    • Keine Kontrolle von Kennzahlen und deren Herkunft
    • Branchenunabhängige Kennzahlenverwendung

 


Vorgehen


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  1. Datenmessung (manuell oder automatisch)
  2. Datenerfassung
  3. Datenprüfung
  4. Energiecontrolling
    • Die Planung umfasst die Bereitstellung, den Einsatz und die Verwendung der Energie im Unternehmen.
    • Das Monitoring beinhaltet das Erfassen und Speichern von Messwerten, das Vergleichen der Messwerte mit Grenzwerten und das Visualisieren in Tabellen, Diagrammen und Grafiken.
    • Die Energieanalyse umfasst das Berechnen von Kenngrößen und Sollwerten, die Kurz- und Langzeitspeicherung von Kenngrößen, das Vergleichen von Soll- und Istwerten, das Melden sich anbahnender Störungen und das Visualisieren in Tabellen, Diagrammen und Grafiken.
  5. Benchmarking 
  6. Optimierung

 

Ablaufschema des Energiecontrollings:

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Datenquellen


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Strukturierung Energiekennzahlenkatalog:


Ein Energiekennzahlenkatalog sollte so strukturiert sein, dass er flexibel Kennzahlen für folgende Anwendungen verwalten kann:

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  • gesamtbetriebliche Vergleiche

  • Anlagenvergleiche bzgl. Querschnittstechnologien

  • Anlagenvergleiche bzgl. spezieller, branchenspezifischer Technologien

  • Gebäudevergleiche


Für den Energiekennzahlenkatalog wurden insgesamt folgende Energiegrößen bzw. Energiewirkungsgrößen vorgesehen:

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  • Primärenergie, gesamt  
  • Primärenergie, nicht erneuerbar
  • Endenergie
  • Nutzenergie
  • Klimagasemissionen  
  • Energiekosten


Als Bezugsgrößen für Energiekennzahlen kommen in Frage:

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  • produzierte Einheiten
  • Wertschöpfung
  • Umsatz
  • Materialeinsatz
  • Personalaufwand
  • Mitarbeiterzahl
  • Gebäudefläche
  • Brutto‐Rauminhalt
  • Gesamtkosten
  • (Gesamt)Energieverbrauch

Erläuterung zu Bezugsgrößen:

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BezugsgrößeErläuterungBedeutung für Vergleich

Produzierte Einheit

Erzeugnisausbringung eines Betriebes in Stück, Masse oder Volumen; entspricht dem realen Nutzen der Energieanwendung

  • Energieverbrauch pro Nutzen abbilden
  • Dort empfohlen, wo dauerhaft standardisierte Produkte oder ein stabiler Produktmix hergestellt werden. Für Betriebsvergleiche muss zusätzlich eine ähnliche Fertigungstiefe gegeben sein.

Wertschöpfung (Nettoprodukt)

Mit Geldeinheiten bewertete Einheit (Umsatzerlöse - Ausgaben, Löhne und Gehälter + gezahlte Steuern + Gewinn)
  • für Betriebsvergleiche geeignet
  • Energieverbräuche pro Wertschöpfung sind nur zwischen Betrieben gleicher Branchen und ähnlicher Produktionsprogramme, Technologien und Randbedingungen sinnvoll vergleichbar.

  • Bezugsgröße ist marktabhängig (daher ist nur ein Vergleich mit dem gleichen Jahr möglich)
Umsatz

Erlös, den ein Unternehmen mit den abgesetzten Produkten und Dienstleistungen erzielt

  • Bezug von Vorleistungen und Dienstleistungen von Dritten kann die Energieeffizienzaussage verzerren
Materialeinsatz

Verbrauch von Roh‐, Hilfs‐ und Betriebsstoffen sowie vorgefertigten Teilen in Stück, Masse oder Volumen

  •  spiegelt nicht den Nutzen/Aufwand wieder (Ausschuss, Fehlchargen, Verschnitt und ähnliche Nicht‐ Erzeugnisse sind enthalten, die nicht direkt zum Nutzen beitragen)
  • setzt zwei Aufwände in Beziehung
  • sinnvoll, wenn sich Materialien einfacher als Erzeugnisse mit einer Kenngröße quantifizieren lassen (Herstellung von vielen verschiedenen Artikeln)

Personalaufwand

Personalaufwand in Arbeitsstunden pro Periode

  • Energieverbrauch pro Personalaufwand (pro Arbeitsstunde)
  • Verknüpfung zum Nutzen fehlt
  • sinnvoll, wenn der Nutzen durch eine hohe Vielfalt an Erzeugnissen oder Dienstleistungen nur schwer in einer Kenngröße darstellbar ist

Netto-Grundfläche

NGF

 Summer aller nutzbaren Grundflächen
  • Bezug des Energieverbrauchs auf die Gebäudefläche
  • spiegelt Gebäudeeffizienz wieder
  • für Gewerbe‐ und Produktionsbetriebe nur bedingt zu empfehlen

  • Bei Gebäuden mit gleichen raumklimatischen Bedingungen kann die Energiekennzahl "Heizenergie pro Netto-Grundfläche" sinnvoll verwendet werden

Brutto‐Grundfläche

BGF

Summe aller Grundflächen aller Grundriss‐/Geschossebenen eines Gebäudes

  • für die Brutto‐Grundfläche gelten grundsätzlich die gleichen Aussagen wie zur Netto‐Grundfläche
  • wesentlicher Unterschied zur Netto‐ Grundfläche besteht in der Einbeziehung der Konstruktionsflächen (z.B. Mauern)
  • nur empfehlenswert wenn Netto-Grundfläche nicht bekannt


Nutzfläche

NF

Fläche für den sinngemäßen Gebrauch des Gebäudes (Wohnen, Büro, Produktion, Lager)

  • wesentlicher Unterschied zur Netto‐Grundfläche besteht im Abzug der Verkehrsflächen und der technischen Funktionsflächen

  • besserer Nutzen-Bezug
  • empfohlen für spezielle Anwendungen (z.B. Kühlenergie pro Nutzfläche Tiefkühllager) 

Gebäudenutzfläche

Energiebezugsflächengröße im Zusammenhang mit der Energieeinsparverordnung

  • sollte rein für Gebäudevergleiche verwendet werden

Gesamtkosten

Summe der in einer Periode in einem Betrieb angefallenen Kosten

  • hilfreich für strukturelle Analysen

  • nützlich für Vergleiche ähnlich strukturierter Betriebe der gleichen Branche

   


Zusätzlich muss ein Datensatz für eine Energiekennzahl mindestens folgende Angaben enthalten:

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  • Benennung der konkreten Energie‐ und Bezugsgröße
  • Maßeinheit  
  • Gültigkeit (Bezugsjahr, geografischer Bezug, Branche, Anlage)   
  • Quelle

Es gibt zwei Arten von Kennzahlen:

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  • Absolute Kennzahlen: z.B. Einzelwerte, Summen, Differenzen oder Mittelwerte. Ihre Aussagekraft ist meist gering. So gibt etwa der absolute Stromverbrauch eines Unternehmens nur eine ungefähre Aussage darüber, ob der Betrieb ein großer oder kleiner Verbraucher ist. Dies hat z.B. Konsequenzen für Energielieferverträge, elektrische Schalt‐ und Sicherungsanlagen etc. Bezüglich der Effizienz der Energienutzung lassen absolute Kennzahlen keine Aussage zu.
  • Verhältniszahlen: Quotienten zweier in einem Zusammenhang stehender Größen. Durch die Abbildung dieses Zusammenhangs besitzen Verhältniszahlen ein größeres analytisches Potenzial. Es sind drei Arten von Verhältniszahlen zu unterscheiden:
    • Gliederungszahlen sind Quotienten aus jeweils einer Teilmenge und einer dazu gehörigen Grundgesamtheit. Sie werden auch Quoten oder Anteile genannt und dimensionslos (z.B. in Prozent) angegeben. Gliederungszahlen dienen dazu, die Struktur von Zuständen oder Prozessen aufzuklären. Typische Beispiele für Energie-Gliederungszahlen:
      • Anteil der Energiekosten an den Gesamtkosten
      • Anteil eines Energieträgers am Gesamtenergieverbrauch
    • Beziehungszahlen: Quotienten aus verschiedenen Maßzahlen. Sie bilden Zusammenhänge ab und werden oft als Indikatoren für eine bestimmte Leistung, eine Zielerreichung etc. verwendet.
      • Energieverbrauch pro Beschäftigter
      • Energieverbrauch pro Bruttogeschossfläche
      • Energieverbrauch pro produzierte Einheit
    • Indexzahlen sind Quotienten aus gleichartigen Größen, die sich jedoch in ihrem sachlichen, örtlichen oder zeitlichen Bezug unterscheiden. Mit Indexzahlen können Größen z. B. in ihrem zeitlichen Verlauf oder ihrer geografischen Ausprägung verglichen bzw. veranschaulicht werden. Beispiele aus dem Bereich Energie sind
      • Ölpreisindex (Veränderung des Ölpreises zu einem Bezugsjahr)
      • Energiepreisindex (Veränderung der Energiepreise für gewerbliche Verbraucher gegenüber einem Bezugsjahr)


Zwei Vergleichsarten sind möglich:

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  • Zeitvergleiche: Vergleich von derselben Kennzahl eines Objekts zu verschiedenen Zeitpunkten (z. B. Energieverbrauch des Unternehmens X an einem Arbeitstag vs. Energieverbrauch des Unternehmens X bei Betriebsruhe) oder Vergleich verschiedener Perioden (z. B. Energieverbrauch des Unternehmens X im Vorjahr zu Energieverbrauch des Unternehmens X im Vorvorjahr)
  • Quervergleiche: Vergleich von derselben Kennzahl bezogen auf verschiedene, aber ähnliche Objekte; darunter fallen
    • Betriebsvergleiche (z. B. Energieverbrauch der Bäckerei A im Jahr Z zu Energieverbrauch der Bäckerei B im Jahr Z),
    • Gebäudevergleiche (z. B. Heizenergieverbrauch pro m2 im Lagergebäude I zu. Heizenergieverbrauch pro m2 im Lagergebäude II) und
    • Anlagen‐ und Prozessvergleiche (z. B. Energieverbrauch pro m3 Druckluft der Druckluftanlage 1 zu Energieverbrauch pro m3 Druckluft der Druckluftanlage 2)
 

 

Beispiele:

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 operative Kennzahlen

Allgmein:

  • Wärmebedarf/Input (Rohstoffeinsatz) (kWhth/Tonne)
  • Stromverbrauch/Input (Rohstoffeinsatz) (kWhel/Tonne)
  • Prozessbezogener Energiebedarf/Produktionsmenge (kWh/Menge)
  • Produktionsunabhängiger Energieverbrauch/m2 geheizte Fläche (kWh/m2)
  • Grundlast/pro Tag

Bei Gebäuden:

  • Klimatisierungsgrad  (Büro- bzw. Produktionsflächen)
  • Heizenergieverbrauch (jährliche kWh pro m2 BGF [Bruttogrundfläche])
  • Stromverbrauch (jährliche kWh pro m2 BGF)
  • Wasserverbrauch (jährliche m3 pro Mitarbeiter BGF)
  • Abwasser (jährliche Kosten pro m2 Grundstücksfläche)
  • Gebäudenutzung (Nutzungszeiten je Nutzungsart - Büro etc.)
  • Instandhaltung (jährliche Kosten pro m2 BGF)
  • Müllentsorgung (jährliche Kosten pro Arbeitsplatz)

 

Bei Anlagen:

  • Elektrische Nutzleistung: Pel
  • Nutzwärmeleistung: Qth
  • Brennstoffleistung: QBr
  • Wirkungsgrad (thermisch, elektrisch und Gesamt): Verhältnis einer Energiemänge nach Energiewandlung zur Energiemänge vor Energiewandlung
  • leistungsbezogene Stromkennzahl: Verhältnis von abgegebener elektrischer Leistung zu abgegebener Nutzwärmeleistung
  • leistungsbezogene Wärmekennzahl: Verhältnis von abgegebener Nutzwärmeleistung zu abgegebener elektrischer Leistung
  • Betriebszeiten und -zustände der wichtigsten Anlagen
  • Betriebsparameter ausgewählter Anlagenkomponenten (Pumpen, Antriebe, Wärmetauscher)
  • Elektrischer und thermischer Eigenbedarf des Verbundsystems
  • Dampferzeugung und Dampfparameter
  • Kühlwassereinsatz
  • Vor- und Rücklauftemperaturen des Fernwärmenetzes
  • Massestrom des Heizwassers
  • Meldungen über Störungen im Betriebsablauf
 strategische Kennzahlen

Allgemein

  • Gesamtenergieverbrauch (MWh (MJ)
  • Gesamtenergiekosten (EUR)
  • Gesamtenergiebedarf/Tonne produziert (kWH/Tonne)
  • Gesamtenergiebedarf/Produktmix (Anwendung der Äquivalenzfaktoren) (kWh/Produktäquivalent)
  • prozentuale Änderungen zum Vorjahr


Bei Gebäuden:

  • Heizenergieverbrauch (jährliche kWh)
  • Stromverbrauch (jährliche kWh)
  • Wasserverbrauch (jährliche m3 )
  • Abwasser (jährliche Kosten pro m2)
  • Instandhaltung (jährliche Kosten)


Bei Anlagen:

  • Wirkungsgrad gesamt
  • leistungsbezogene Stromkennzahl: Verhältnis von abgegebener jährlicher elektrischer Leistung zu abgegebener Nutzwärmeleistung
  • leistungsbezogene Wärmekennzahl: Verhältnis von abgegebener jährlicher Nutzwärmeleistung zu abgegebener elektrischer Leistung.

 

Gesamtenergieverbrauch

absolut in kWh

kWh

Gesamtenergiekosten

absolut in €

Anteil Gesamtenergiekosten pro Produzierter Tonne Produkt

 

kWh/t

Energieintensität Gesamtverbrauch von einzelnen Produktionen

Gesamtverbrauch Produktion A/Gesamtenergieverbrauch

%

Gas

Energieverbrauch Gas/Gesamtenergieverbrauch

%

Strom

Energieverbrauch Strom/Gesamtenergieverbrauch 

%

Heizöl

Energieverbrauch Heizöl/Gesamtenergieverbrauch

%


 

Nützlich für

Operative

Strategische

Gemessener Energiewert

  • Verringerungen des absoluten Energieeinsatzes oder -verbrauchs
  • Erfüllung behördlicher Anforderungen auf Grundlage absoluter Einsparungen
  • Überwachung und Steuerung von Energievorräten und -kosten
  • Verstehen von Trends im Energieverbrauch
  • Ermittelt, wenn die Messung des Energieverbrauchs durch einen Zähler angegeben wird, mit oder ohne einen
  • Energieverbrauch (kWh) für Beleuchtung
  • Brennstoffverbrauch(GJ)von Heizkesseln
  • Elektrizitätsverbrauch(kWh) während Spitzenlaststunden

 

  • Spitzenlast (kW) im Monat, Jahr, Gesamt
  • Energieeinsparungen (GJ) aus Programmen zur Energieeffizienz

Verhältnis von Messwerten

 

  • Überwachung der Energieeffizienz von Systemen mit nur einer relevanten Variable
  • Überwachung von Systemen mit kleiner oder keiner Grundlast
  • Standardisierung von Vergleichen über mehrere Einrichtungen oder Organisationen (Benchmarking)
  • Erfüllung behördlicher Anforderungen auf Grundlage von Energieeffizienz
  • Verstehen von Trends bei der Energieeffizienz
  • Kann die Energieeffizienz eines Ausrüstungsgegenstands oder
  • kWh/produzierte Tonne
  • GJ/Einheit des Produktes
  • kWh/M2 von Grundfläche
  • GJ/Personentag
  • Liter an Brennstoff je Passagierkilometer — Umwandlungswirkungsgrad eines Heizkessels (%) —
  • Eingesetzte Energie/Energieertrag (z. B., „Wärmeaufwandskoeffizient“ in Einrichtungen zur Stromerzeugung)
  • kWh/MJ für Kühlsysteme
  • kWh/Verkaufseinheit
  • kWh/produzierte Gesamtmenge
  • kWh Ist-Jahr/kWh Vorjahr

 

 

 

 


Hintergrundinformationen


Weblinks und Dateien zu Grundlagen oder Detail-Informationen


Sie finden hier eine Auswahl externer Seiten und Dateien mit weiterführenden Informationen. Sie wurden vom Redakteuren und den Experten geprüft und mit einem kurzen Kommentar zum Inhalt versehen sowie vom Urheber explizit freigegeben. Wenn der Adressat "Energieberater" erscheint, handelt es sich um Quellen, die überwiegend Basiswissen vermitteln. Wenn der Adressat "Planer" erscheint, handelt es sich um Quellen, die überwiegend vertiefende oder detaillierte Informationen enthalten, die man für eine Auslegung benötigt. zum Seitenanfang


Notwendige Regelwerke




Die folgende Liste enthält einige für die Energie-Effizienzberatung unbedingt notwendigen Normen und Rechtsvorschriften mit kurzer Erläuterung durch unsere BASE-Experten und -Redakteure. Sie richtet sich nur an Energieberater. Planer kennen und verfügen über "ihre" Regelwerke.  zum Seitenanfang

RegelwerkStandKommentar / Inhaltsangabeletzter check













Praxis

Anbieter

Hier muss in dem Seiteneigenschaftenbericht das Stichwort angepasst werden.


Liste von Anbietern, die Produkte, Dienstleistungen, Tools, Knowhow, Weiterbildungen, Finanzierungen ... zum Thema Energieeffizienz für diese Kategorie anbieten. Der Eintrag in diese Liste wird durch die Redaktion gesteuert.  zum Seitenanfang



Berater und Experten


Liste von Beratern und Experten, die Leistungen im Zusammenhang mit Energieeffizienz-Projekten anbieten oder im Rahmen dieser BASE tätig sind. Der Eintrag in diese Liste wird durch die Redaktion gesteuert. zum Seitenanfang



Dienstleistungen


Liste von Dienstleistungen, die zum Thema dieser Seite passen. Der Eintrag in diese Liste wird durch die Redaktion gesteuert. zum Seitenanfang

 

Weiterbildungsangebote


Liste von Videos, Online- und Präsenz-Kursen, die sowohl von DenBAG als auch von anderen Anbieten zu diesem Thema  angeboten werden. zum Seitenanfang

Tools


Liste von Werzeugen, die im Rahmen von Energieeffizienz-Projekten für diese Kategorie helfen können; z.B. Softwaretool, Messkoffer, Kameras ...

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Fallbeispiele


Hier finden Sie konkrete Beispiele von Beratern, Herstellern und anderen Anwendern.         zum Seitenanfang


Dokumentationen - Datenblätter - Kataloge


Links zu Dokumenten von in der BASE geführten Produkten für diese Kategorie und von passenden Anbietern.   zum Seitenanfang


Finanzierung


Finanzierungsmodelle und -Angebote speziell für diese Kategorie (Förderung, Contracting, ...)      zum Seitenanfang


Artikel


Links zu Artikeln, in denen interessante Sachverhalte erklärt werden.       zum Seitenanfang


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